Warnwesten-Tragepflicht

Ab 1. Mai 2005 Tragepflicht für Warnwesten

Nachstehend einige Informationen zu der neuen Verordnung

  • Was Warnwesten kosten und worauf man beim Kauf achten muss

Die Jacken dürfen gelb, rot oder orange sein und müssen der ÖNORM EN 471 entsprechen. Ob dem so ist, sieht man am Etikett der Jacke. Die gelben Warnwesten des ÖAMTC z.B. entsprechen der ÖNORM und sind für Mitglieder wie Nichtmitglieder um 2,90 Euro erhältlich. Die Kinder-Mini-Sicherheitswesten gibt es in zwei Größen für Kindergartenkinder bis sechs Jahre und Schulkinder bis 15 Jahre.

 

  • Wie viele Warnwesten man im Auto mitführen muss

Gesetzlich vorgeschrieben ist nur eine Weste für den Lenker. Der ÖAMTC empfiehlt aber im Sinne der Sicherheit aller Autoinsassen, für jeden Passagier eine Schutzweste mitzuführen. Er appelliert somit an die Eigenverantwortung der Autofahrer.

 

  • Die Tragepflicht für Warnwesten

Die Warnwesten müssen von den Lenkern mehrspuriger Fahrzeuge beim Aufstellen des Pannendreiecks auf einer Freilandstrasse getragen werden. Auf einer Autobahn oder Autostraße ist das Tragen der Weste verpflichtend vorgeschrieben, wenn der Lenker das Fahrzeug verlässt und sich auf der Fahrbahn oder dem Pannenstreifen aufhält.

 

  • Die Strafen bei Verstößen gegen die neue Verordnung

Sowohl das Nicht-Mitführen als auch das Nicht-Tragen der Westen ist ab 1. Mai 2005 strafbar. Der theoretische Strafrahmen für den Fall einer Anzeige reicht bis zu 2.180 Euro. In der Praxis ist - laut ÖAMTC-Rechtsexperten - zu erwarten, dass eine Organstrafverfügung in Höhe von maximal 36 Euro ausgestellt werden wird.

 

  • Warnwestenpflicht in Europa

Warnwesten-Bestimmungen in weiteren europäischen Ländern: In Italien und Spanien ist eine Warnweste gesetzlich vorgeschrieben. Das Nicht-Mitführen ist in diesen Ländern straffrei. In Portugal wurde die Einführung der Warnwestenpflicht auf 25. Juni 2005 verschoben. Dort wird es wie in Österreich eine Mitführpflicht geben. In Deutschland gilt die Warnwestenpflicht derzeit nur für aktuell inländische LKW-Fahrer.

 

 

Mai 2005